Bonjour!



Los gehts!

Einige von Euch haben letztes Jahr vielleicht verfolgt, dass ich meinen Blog online gestellt habe. Mein Herzensprojekt und gleichzeitig ein großer Wunsch, den ich mir damit erfüllen konnte. Doch nach unzähligen Neuanfängen, die immer wieder mit großer Vorankündigung erfolgten und am Ende doch dazu führten, dass ich pausierte, stellte ich mir selbst die Frage: „Was ist eigentlich los? Was hält dich davon ab?“

Ich schrieb nichts mehr, obwohl es mir wirklich Spaß machte und immer gut tat. Es war viel los und ich hatte gefühlt nicht die Ruhe und Muße zum Schreiben, doch allein am Faktor Zeit lag es nicht. Ich fühlte mich auch mit der Thematik nicht mehr wohl. Eine Erkenntnis, die ich erst realisierte und verstand, als ich vor einigen Monaten auf einem Geburtstag eingeladen war und neue Leute kennenlernte. Die Vorstellung sie würden zum Beispiel auf Instagram meinen Blog entdecken und die intimen Worte von mir lesen, fühlte sich nicht mehr richtig an. Ich malte mir aus, dass ich direkt diesen Stempel trage: „Ah die, die eine Essstörung hat.“ – selbst wenn ich mich jetzt gesund fühle, würden sie mich mit dieser Vorgeschichte in Verbindung bringen und das behagte mir einfach ganz und gar nicht mehr. Nicht falsch verstehen... es ist nicht so, dass ich mich für meine Vergangenheit schäme oder sie gar verschweigen will. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass innerhalb unserer Gesellschaft ein stärkeres Bewusstsein für solche Krankheiten geschaffen werden muss und keine Schamgefühle darüber liegen dürfen - es ist vielmehr mein Gefühl endlich damit voll und ganz abschließen zu können. Manchmal ist es an der Zeit ein Buch ganz zu schließen und ins Regal zu stellen, um im Anschluss den Fokus auf etwas Neues zu legen und sich auf diese Weise weiterzuentwickeln und gleichzeitig zu wachsen.

Grundsätzlich gehe ich offen mit meiner Vergangenheit um, dennoch war es für mich an der Zeit meine Essstörung ganz aus meinem Leben zu lassen.

Gefühlt war es schon Normalität, dass mir ein Adjektiv anhaftete – Carolin, die mal krank war. Vielleicht habe ich mir das eingebildet, aber ich empfand es so. Ich sehnte mich danach einfach unvoreingenommen Carolin sein zu können. Ob ich nun krank, nett, blöd, lustig etc. bin, sollte nicht schon vorbestimmt sein.

Nachdem ich mir das eingestanden hatte, fühlte ich mich erstmal vor den Kopf gestoßen: „Okay, scheiße, also dann habe ich ja auch nichts mehr zu schreiben oder zu sagen.“ Ich führe kein hochdramatisches Leben oder reise um die Welt, sondern lebe einen wie ich finde relativ gewöhnlichen Alltag in München. Ich bin eigentlich ziemlich normal. Vielleicht mache mir ab und an zu viele Gedanken bzw. neige auch dazu einiges zu „zerdenken“, sodass ich manchmal den gegenwärtigen Moment verpasse – also wieso soll ich jetzt wieder einen Blog schreiben?

Im Grunde ist jeder Bereich abgedeckt und der Markt nahezu übersättigt. Ich war erstmal frustriert. Doch nach einiger Zeit stellte ich mir die Frage: „Warum soll ich nicht das weitermachen, worauf ich Lust habe, was mir wirklich Spaß macht und selbst auch immer wieder die Augen öffnet? Natürlich gibt es zu fast allen Themen unzählige Blogs und vielleicht ist der Trend `Blogging` auch schon vorüber, wobei ich glaube, dass gerade auch tiefgründige Texte immer noch oder gerade wegen der schnelllebigen Zeit in der wir uns befinden und der hohen Vergänglichkeit gerne gelesen werden. `Slow Blogging` könnte man das nennen! Solange ich jedoch aus meiner Gefühlswelt berichte und die Worte aus meinen Gedanken und Erlebnissen stammen, dann ist das Produzierte wieder einzigartig und es wird sich mit Sicherheit auch ein kleines Plätzchen für mich finden.

Ich finde, mich mit eingeschlossen, dass Menschen viel öfter das machen sollten wovon sie träumen anstatt sich von äußeren Umständen und Erwartungen lenken zu lassen. Es geht darum sich Dinge zu trauen und mutig das zu tun, was das Herz einem sagt. Nur dann kann man in einer Sache auch wirklich gut werden. Bezogen auf mich heißt das, dass ich das Schreiben liebe, gerne meine Gedanken teile, dadurch oft viel über mich selbst lerne und weiß Dinge anders einzuordnen oder wahrzunehmen – einfach mal eine andere Sicht auf eigene Erfahrungen zu bekommen. Ich will keinem Hochglanz-Magazin nacheifern, nein, ich will authentisch und vielmehr im Schnapp-Schuss-Style das echte Leben beschreiben und über Themen sprechen, die ich gerne mag und die mich bewegen. Dafür muss ich kein hochtrabendes Leben führen, da ich weniger über mich als Person sprechen möchte, sondern vielmehr über meine Entdeckungen, Gefühle und Erlebnisse berichten will. Sachen bei denen ich denke, dass es einige Menschen gibt, die eventuell genauso fühlen, in einer ähnlichen Situation sind oder auch die Sehnsucht teilen, dem Leben mit mehr Gelassenheit und Zufriedenheit entgegen zu treten. So entstand:


`JOYAGE´ - LA VIE. Für mich eine Art persönliches Online Magazin, welches Themen beinhaltet, die mich bewegen, berühren und über die sich unsere Generation Gedanken macht. All das gemixt mit einer großen Portion an persönlichen Lieblingsrezepten, da Kochen neben dem Schreiben meine zweite Leidenschaft ist.

`JOYAGE´ - LA VIE setzt sich zusammen aus Joy - die Freude & Voyage - die Reise. In Verbindung mit La Vie steht Joyage im weitesten Sinne für DIE FREUDE AM LEBEN. Während dieser (Lebens-) Reise geht es darum Zufriedenheit und Gelassenheit zu finden, Freude und Genuss zuzulassen oder neu zu entdecken.

Außerdem will ich dem heutigen Leistungsanspruch mit mehr Leichtigkeit begegnen, die innere Unruhe oder das Getriebene sinnvoll einsetzen, um mich neuen Herausforderungen zu stellen und dabei die Glücksmomente dennoch wahrzunehmen.

Wir alle werden uns mit der "Reisezeit" weiter entwickeln, neue Bedürfnisse erkennen und versuchen uns als Mensch immer wieder neu zu entdecken!


Move it!


Also, wenn ihr Lust habt, dann freue ich mich sehr euch auf meine Joyage mitzunehmen.

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